AUFKLäRUNGSKAMPAGNE IN SüDITALIEN 2020

03 Dezember 2020

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Bereits seit 2008 führen die Tierärzte im Einsatz Kastrationsaktionen in Süditalien durch. Genauer gesagt in der Gegend von Lecce, wo wir auch unsere Auffangstation eingerichtet haben. Bereits damals zahlte der Staat um die 2 Euro pro Tag und Hund an private Canile-Betreiber. Ein sehr gutes Geschäft für gewisse Menschen, aber umso schlimmer für die Tiere.

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Zwar gab es dadurch kaum mehr Hunde auf den Strassen, aber die armen Tiere wurden zu Tausenden in Betonkäfigen eingesperrt. Oft ein Leben lang vegetierten sie dort im eigenen Kot und Urin ohne je medizinische oder eine andere Betreuung zu erhalten. Mit den Katzen liess sich dieses Geschäft nicht machen, daher waren und sind noch immer viele streunende Samtpfoten in den Strassen zu sehen.

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Um die Quelle für diese Hundegefängnisse auszutrocknen, setzen wir unsere Kräfte seit damals konsequent für flächendeckende Kastrationen ein und können, dank unserer treuen Spender, die Kastrationen – neben der medizinischen Nothilfe für verletzte Tiere – als hohe Priorität beibehalten. Entweder fangen wir die Tiere auf den Strassen ein...

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…. oder sie werden von lokalen Tierfreunden eingefangen und zu uns gebracht. Ein vertrautes Bild aus dem Sommer 2020: Unser Transporter voll mit Tieren, die zur Kastration in die Praxis gebraucht werden. Katzen werden danach wieder dort freigelassen, wo sie gefunden wurden. Die Hunde sind oft «halbprivat» und kommen wieder zu den Menschen, die sie füttern.

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Die Wirkung unserer Arbeit ist sichtbar und es gibt heute viel weniger Hunde, die noch als Geldquelle missbraucht werden. Ausgesetzte Tiere werden von uns, da wir inzwischen sehr gut vernetzt sind, schneller gefunden als von den berüchtigten Canilebesitzern und auch die Gemeinden arbeiten inzwischen aktiv mit uns zusammen. Bei Katzen ist die Situation noch etwas kritischer, da es wesentlich aufwändiger ist, sie zum Zwecke der Kastration einzufangen.

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Wir haben jedoch einige grosse Zusammenarbeit mit Katzenliebhabern, die ganze Kolonien füttern und es uns ermöglichen, die Tiere leichter einzufangen und die Katzenkastrationen zu intensivieren. Im laufenden Jahr ist es uns trotz der Corona Massnahmen, gelungen, eine Rekordzahl von Kastrationen durchzuführen: Bis Mitte November 2020 konnten wir 971 Katzen und 343 Hunde kastrieren!

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Zusätzlich haben wir eine Präventionskampagne in der Gegend von Lecce gestartet. Die Plakate klären die Menschen darüber auf, wie wichtig auch die Kastration privater Tiere ist, denn diese sind die Hauptquellen für Strassentiere. Der Text lautet: «Kastration verhindert Tierleid.» Wir haben aus der Bevölkerung bereits sehr viele positives Feedback für unsere Kampagne erhalten.

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Wie das von einer Frau aus Lecce, die uns einen Brief schickt mit den Worten: «Die Tierärzte im Einsatz zeigen ein grosses ziviles Verantwortungsbewusstsein». Diese grosse Kampagne wird die Menschen weiter dazu ermutigen, ihre eigenen Katzen und Hunde zur Kastration zu bringen und damit deren exponentielle Vermehrung und das daraus entstehende Leid zu verhindern.

Wir danken Ihnen, liebe Spenderinnen und Spender, von Herzen für Ihre Unterstützung. Ohne Sie könnten wir unseren Mitgeschöpfen nicht so helfen wie wir es tun. Wir und unsere Schützlinge brauchen Sie in diesen schwierigen Pandemiezeiten mehr denn je.

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Wir sind auf Ihre Hilfe angewiesen