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Zehn Jahre konkrete Hilfe für notleidende Tiere

12.2015

Die Arbeit der Tierärzte im Einsatz geht weiter

Hier finden Sie Impressionen und Geschichten unserer Arbeit in Süditalien und Bulgarien.

Vor genau zehn Jahren kommen die Tierärzte im Einsatz zum ersten Mal nach Apulien. Auf einen Hilferuf der lokalen Tierschützer haben wir reagiert und die dortigen Hundeheime (Canili) besucht. Uns stockte der Atem von dem Grauen, das wir dort antrafen. Vom Staat unterstützt und finanziert, halten herzlose und gierige Menschen über 70'000 Streunerhunde. Die Tiere sind in kleinen und ekelerregenden Betongehegen gefangen. Sie haben entzündete Pfoten von den feuchten, schmutzigen Böden, leiden an verschiedenen Krankheiten und viele von ihnen haben eine gebrochene Seele. Auslauf und medizinische Versorgung haben sie nie erlebt.


Ein unhaltbarer Zustand für die Tierärzte im Einsatz! In zehn Jahren beharrlicher Arbeit werden mehrere tausend Strassenhunde sterilisiert und medizinisch versorgt. Laufend wird die Bevölkerung aufgeklärt und die Verantwortlichen sichtbar gemacht. Diese Arbeit zeigt inzwischen Wirkung. Viele Leute haben ihre Meinung geändert und unterstützen heute einen menschlichen Umgang mit den Streunertieren: Anstatt sie in Schmutz und Elend zu halten und für jeden Hund vom Staat Geld zu kassieren, werden die Tiere sterilisiert und versorgt.


Die Zahl der Hunde auf der Strasse hat – dank Ihrer Hilfe – in den letzten Jahren bereits abgenommen. Tausende von Würfen sind durch die konsequenten Sterilisationsaktionen verhindert worden. Die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Tierärzte im Einsatz bieten mit Herz und Verstand tagtäglich der Verzweiflung und den Schikanen durch die Streuner-Industrie die Stirn. Konsequent und professionell lindern wir Leid und unterstützen Tierfreunde in der ganzen Region.


So wie bei Merlino: Der betagte Collie ist tagelang unterwegs, völlig ausgehungert und fast am verdursten. Er kann sich kaum noch auf den Beinen halten. Rocco, ein Tourist, und seine Frau kommen vom Strand zurück und erbarmen sich des alten schwachen Hundes. Sie rufen die Gemeinde an, die Polizei, Tierärzte – wie immer interessiert sich niemand für das Tier. Endlich landen sie bei uns. Sofort machen wir uns auf und nehmen den Opa gleich mit. Todmüde kuschelt er sich in seiner neuen Schlafecke ein. Morgen hat er einen Termin beim Tierarzt.


Dann geschieht das Unfassbare: Der Gründer und Geschäftsleiter Stefan Weber verlässt uns für immer. Wir sind alle im Schock erstarrt und können den riesigen Verlust kaum fassen.


Doch dann, nach einigen Tagen, wissen wir: Die Arbeit der Tierärzte im Einsatz muss weitergehen! So bildet sich ein Team aus langjährigen und erfahrenen Mitarbeitern, das die Projekte weiterführen wird. Im beiliegenden Flyer stellen wir Ihnen drei von ihnen vor, die in Zukunft für die Projekte verantwortlich sind.


Und die Arbeit geht in der Tat weiter: Nach Feierabend finden wir auf dem Nachhauseweg einen kleinen schwarzweissen Kater, der herzzerreissend schreit. Viele Menschen laufen an ihm vorbei, niemand hat Erbarmen. Natürlich halten wir an und sehen uns den kleinen Kerl genauer an: Er ist ausgehungert, völlig verdreckt und voller Parasiten. Zum Glück hat er keine schlimmeren Verletzungen. Wir nehmen ihn mit und lassen ihn von unserem Tierarzt behandeln. Sehen Sie auf dem Flyer wie es Ciccino heute geht.


Auch unser Projekt in Südwestbulgarien macht Fortschritte: Früher wurden alte und kranke Esel regelmässig an die italienische Schlachthöfe verkauft und fanden nach tagelangen Transporten ein schreckliches Ende. Heute ist das anders: Wenn die Bauern ihre Esel von uns behandeln lassen, verpflichten sie sich, die Tiere nicht an die herumziehenden Fleischhändler zu verkaufen. Mittlerweile haben die Bauern Vertrauen zu unseren Tierärzten gefasst. Viele von ihnen kommen mit ihren Eseln zu uns um diese kostenlos behandeln zu lassen. Im Frühherbst haben wir mit einem Schweizer Hufspezialisten lokale Helfer ausgebildet, die nun in den Dörfern zu den Eseln unterwegs sind, um deren Hufe zu pflegen. So werden den Tieren bereits von vornherein viele Schmerzen erspart.


Sechs der von uns behandelten Esel ziehen in Kürze im neuen Stall in unserem Tal der Esel ein. Sie werden dort, zusammen mit einigen Hunden, die wir ebenfalls aufgenommen haben, den Winter verbringen. Nur dank Ihnen, liebe Spenderinnen und Spender, können wir diese Tiere versorgen und die Lebensbedingungen der Tiere in diesen Regionen nachhaltig verändern. Bitte helfen Sie uns auch weiterhin dabei – von Herzen Danke!

Hier finden Sie Impressionen unserer Arbeit in Süditalien und Bulgarien.

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