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Streuner in Griechenland

12.2016

Die Lokalbevölkerung war wie immer eingeladen, ihre Haustiere zur kostenlosen Sterilisierung vorbeizubringen. So soll sichergestellt werden, dass kein unerwünschter Nachwuchs auf der Strasse landet. Der Hauptgrund für das Wachsen von Streunerpopulationen ist nach wie vor das Aussetzen von Haustieren.

Griechenland leidet seit 2007 unter der Eurokrise. Der Staat muss an allen Ecken und Enden sparen, die Arbeitslosigkeit liegt bei 25% und hat sich somit seit 2010 verdoppelt. Viele Menschen kämpfen darum, ein einigermassen normales Leben führen zu können. Auch noch für ihre Haustiere aufzukommen, können sich viele nicht leisten. Also werden diese früher oder später ausgesetzt. Laut verschiedener Tierschutzorganisationen hat sich die Zahl der Streunerhunde während der Eurokrise dann auch verdoppelt.

Der Bürgermeister von Serres plant das Problem mithilfe der Tötung der Strassentiere zu lösen, obwohl das griechische Gesetz Sterilisationen als Mittel der Wahl bei der Regulierung von Streunerpopulationen beschreibt. Während der Kastrationsaktion von Tierärzte im Einsatz wurde eine Demonstration gegen die Pläne des Bürgermeisters organisiert. Die Forderung: Keine Tötung von Strassentieren, dafür flächendeckende Sterilisierungen.

Durch die Aktion in Serre konnten wir eine Alternative zur Tötung von Streunern aufzeigen, von der auch die Lokalbevölkerung profitiert. Geimpfte Strassenhunde stellen keine Ansteckungsgefahr mehr für Menschen dar. Das Problem der unzähligen Strassentiere in Griechenland ist aber noch lange nicht gelöst. Es braucht stetige Aufklärung, Verhandlungen mit den staatlichen Vertretern und immer wieder Kastrationsaktionen. Tierärzte im Einsatz bleibt in Griechenland dran. 

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