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Osterkastrationsaktion in Poggiardo: Tierärzte helfen Strassentieren

5.2014

Wie jedes Jahr sind wir im April wieder in Apulien. Unsere Tierärzte führen eine Sterilisationsaktion für Strassentiere durch. Eine Katzenkolonie auf dem Friedhof der Stadt Lecce und Dutzende von Tierfreunden, die uns Strassenhunde bringen, halten uns zehn Tage in Trab. 

Das Leben ist für viele Tiere im Süden grausam: Abertausende von Hunden sind in sogenannten Canili eingepfercht und vegetieren in stinkenden Boxen ohne Auslauf vor sich hin. Hunde und Katzen werden – wenn sie krank, alt oder trächtig sind – oft ausgesetzt und verstossen. Häufig trifft man auf Tiere, die dringend Hilfe brauchen.

Ihre Spende macht unsere Arbeit hier vor Ort möglich. So helfen Sie ganz direkt Tieren in Not: Professionell und wirksam. Dafür danken wir Ihnen!

Einen Einblick in die tägliche Arbeit unserer Veterinäre und Helfer in Süditalien bietet Ihnen die beigelegte Foto-Dokumentation. Die Rettung von Tieren in Not ist Alltag für unsere Tierärzte und ihre Helferinnen und Helfer. Doch die grösste Wirkung haben unsere Sterilisationsaktionen. Bei der diesjährigen Osteraktion haben wir über dreihundert Tiere – je zur Hälfte Hunde und Katzen – sterilisiert. Damit haben unsere Tierärzte mit Ihrer Unterstützung Hunderte unerwünschte Tierkinder und traurige Tierschicksale verhindert.

Nicht immer kommt die Hilfe rechtzeitig. Am 11. April fährt ein Mann mit einem Ape-Dreirad frühmorgens zu unserem Tierschutzzentrum – er will seine Hündin «Mia» sterilisieren lassen. Als er uns die Türe seines Gefährts öffnet, ertönt ein mehrstimmiges Fiepen. Nach der weiten Anfahrt hatte die Hündin ihre Welpen gerade geworfen. Der Mann fiel aus allen Wolken. Er war sich nicht bewusst gewesen, dass seine Hündin bereits trächtig war. Für die Welpen wird nun gesorgt und die Sterilisation der Hündin auf einen späteren Zeitpunkt verschoben.

Polizei und Zivilschützer haben uns im Februar nach einer aufwändigen Bergungsaktion die etwa siebenjährige «Lara» gebracht. Die völlig unterkühlte und abgemagerte Hündin ist von einem Angestellten der Wasserwerke in einem tiefen Kanal auf einem Haufen Schwemmholz gefunden worden. Obwohl die arme Seele bestimmt einmal ein Zuhause hatte, ist sie nicht gechippt und niemand scheint sie zu vermissen. Inzwischen ist die ruhige und anhängliche kleine Hündin wieder zu Kräften gekommen. Dank den Tierfreunden in der Schweiz.

Seit November kämpfen lokale Tierschützer mit dem Horror im Canile von Neviano: Die Hundehölle wurde von der Justiz beschlagnahmt. Statt der bewilligten 65 Hunde pferchte der skrupellose Besitzer über 180 Seelen in kleine, stinkende Verliese. Wasser oder Futter gab es nur zweimal wöchentlich. Viele Hunde sind krank, unterernährt aber auch trächtig. Wir unterstützen die lokale Organisation mit Medikamenten, Material und Sterilisationen.
Eine unserer Mitarbeiterinnen befreite Ende März die Hündin «Dafne» aus dem Canile von Taurisano. Neun Jahre lang war die Arme in ihrer Zwei-Meter-Box am Gitter gestanden.

Ihr sanfter Blick voller Trauer und ohne Hoffnung hat uns zutiefst berührt. Als unsere Mitarbeiterin die Hündin nach neun Jahren zum ersten Mal aus ihrer Box und aus dem Canile führt, kann es die Hündin nicht fassen. Niemals werden wir ihren Ausdruck vergessen, als sie minutenlang an Gras und Blumen schnupperte und ihren ersten Spaziergang machen konnte.
Verwilderte Katzen beschäftigen uns zunehmend. Auf dem Friedhof der Stadt Lecce hat sich eine regelrechte Kolonie mit über hundert Tieren gebildet. Tierschützer nützen die Sterilisationsaktionen und bringen uns immer häufiger die wilden Samtpfoten. Mit Katzenfallen können auch die wildesten Stubentiger gefangen und anschliessend behandelt werden. 
Der Einsatz der Tierärzte und der vielen freiwilligen Helferinnen und Helfer zeigt Wirkung: Den ärmsten Seelen wird bei jedem Handgriff Zuneigung zuteil. Unsere Veterinäre, die Helferinnen und Helfer, aber auch die lokalen Tierschützer geben den Tieren neben professioneller Hilfe die wichtigste Medizin: Liebe.

In diesen Tagen publizieren wir auch wieder einfache Informationen und Plakate zur Sterilisation der privaten Haustiere und für die Registrierung der Hunde mit Mikrochips. Auffallend viele Tierhalter lassen vor unseren Sterilisationsaktionen ihre Tiere chippen, um von unseren Angeboten zu profitieren – zum Wohl der Tiere.

Unterstützerinnen und Gönner sowie die tatkräftigen freiwilligen Helferinnen aus der Schweiz machen die Einsätze der Tierärzte gegen das Tierleid in Apulien möglich.

Unser Einsatz für die Tiere und gegen das Elend braucht Ihre Unterstützung. Die Tierärzte, das Tierschutzzentrum und Medikamente können dank Ihrer Hilfe finanziert werden. Die einzige Hoffnung für viele Tiere sind Menschen mit Herz!

Wir danken Ihnen von ganzem Herzen für Ihre Spende. Vielen Dank!

Finden Sie hier Impressionen und weitere Geschichten unserer Osteraktion.

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