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Die scheue "LILLY" musste überlistet werden

12.2012

Februar 2012. Frau Maria Antonietta aus Poggiardo ruft uns an. Sie wohnt zwischen den Dörfern Poggiardo und Spongano. Ihr ist eine Hündin zugelaufen, die sie angefangen hat zu füttern. Sehr scheu, verängstigt und gar nicht zutraulich. Sie hatte im letzten Sommer bereits geworfen. Maria Antonietta hatte grosse Mühe den ganzen Wurf zu vermitteln. Um eine neue Schwangerschaft zu vermeiden, wendet sie sich an die lokalen Behörden, die Gemeindepolizei und das Veterinäramt um die Hündin kastrieren zu lassen.

Ohne Erfolg. Die Behörden machen immerhin einen Versuch doch der Rummel und das Chaos das die mindestens zehn anwesenden Personen (Polizisten, Kommandantin, Amtstierärzte, Hundefänger und neugierige Nachbarn) veranstalten verhindert das Einfangen der scheuen Hündin.

Deshalb sind wir nach einigen Tagen alleine vorbei gegangen, haben unauffällig eine ausreichende Dosis Beruhigungstropfen ins Futter geschmuggelt und haben dann ruhig abgewartet. Nach etwa zwei Stunden ist die gewünschte Wirkung eingetreten und wir konnten die Hündin problemlos ins Auto tragen und gleich direkt zu einem unserer Tierärzte zur Kastration fahren. Der Amtstierarzt kam dann im Rifugio vorbei und chippte sie gleich als Quartierhündin für die Gemeinde Poggiardo. Noch unter der Wirkung der Narkose, haben wir sie zurück gebracht, damit sie sich beim Aufwachen wieder in der vertrauten Umgebung finden würde. Wir haben sie schön warm  in eine flauschige Hundedecke gehüllt, die wir Maria Antonietta überlassen haben. Wir sind froh, immer wieder Sachspenden zu erhalten – viele Hunde und Katzen haben dank unserer Schweizer Gönnerinnen und Gönner eine Hütte, eine Decke, Leinen, Halsbänder und Fressnäpfe bekommen. Die Frau war überglücklich, dass diesmal alles geklappt hat. Ihr mache es nichts aus, einen Hund mehr zu füttern (sie hat selbst auch zwei eigene Hunde) doch neue Welpen wären wirklich zum Problem geworden.

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