Newsletter

Hier können Sie sich für unseren regelmässigen Newsletter anmelden. Geben Sie bitte Ihre Mail-Adresse ein.

Aus dem Tal der Esel in Bulgarien

2.2016

Das wohl schönste Erlebnis der letzten Zeit war die Zusammenführung unserer ersten Esel im Tal der Esel im Südwesten Bulgariens: Nachdem wir dank der treuen Unterstützung unserer Spenderinnen und Spender den ersten Stall noch vor dem Wintereinbruch fertig stellen konnten, können die ersten Gäste einziehen!

Sieben Esel, von denen wir vier bereits übernommen und in einem anderen Stall eingestellt hatten, treffen sich auf ihrer neuen Weide. Sie beschnuppern sich, lernen sich kennen und traben zusammen über die Weide. Alles geht gut – sie verstehen sich bestens miteinander. Sie werden nicht mehr leiden müssen und können ihren ersten Winter bereits im Tal der Esel verbringen. Das alles findet nur dank Ihrer Unterstützung statt – von Herzen danken wir Ihnen dafür!

Die mittellosen Bauern aus der Gegend können sich für ihre Esel keinen Tierarzt leisten. Obwohl sie ihre Tiere meistens gern haben, müssen sie diese, wenn sie krank oder zu alt zum Arbeiten sind, an die herumziehenden Fleischhändler verkaufen. So kommen die Esel in die italienischen Schlachthöfe und finden, nach einem furchtbaren Transport, dort den Tod. Nicht so bei den Tierärzten im Einsatz: Alle Bauern, die ihre Tiere von uns versorgen lassen, verpflichten sich, diese später nicht zu verkaufen, sondern in unser Tal der Esel zu bringen. Dort können die treuen Grautiere ihren wohlverdienten Lebensabend verbringen.

Mittlerweile gehören die Tierärzte im Einsatz an vielen Orten bereits zum Dorfbild. Die Menschen kommen aus ihren Häusern um uns zu begrüssen und immer mehr von ihnen möchten, dass unsere Tierärzte auch ihren Esel pflegen und behandeln. Das Vertrauen wächst und damit auch das Wohlbefinden der sympathischen Huftiere. Jede Woche wird die Zahl der durch unsere Tierärzte behandelten Esel grösser. Die Tiere können bis zu vierzig Jahre alt werden – eine grosse und langfristige Verantwortung, die wir nur dank Ihrer treuen Hilfe übernehmen können.

Doch nicht nur Esel und Pferde brauchen medizinische Hilfe. Auf unserem Weg zu den Eselbesitzern treffen wir immer wieder auf verletzte, ausgehungerte Hunde und Katzen, die voller Parasiten sind und oft an Entzündungen oder Verletzungen leiden. Selbstverständlich halten wir an und behandeln die Tiere so gut es geht. Manchmal braucht es mehrere Besuche, bis ein besonders scheues Tier eingefangen werden kann.
So wie Itchi, der kleine Mischlingshund, der derart viele Parasiten hatte, dass er sich das ganze Fell selber wegkratzte. Drei Wochen lang versuchten unsere Tierärzte vergeblich, sich ihm zu nähern. Am Ende liess er sich aber doch einfangen und behandeln und heute lebt er in einem Rudel ebenfalls in unserem Tal der Esel. Auch Hunde, die nirgendwo sonst mehr leben können, finden bei uns Aufnahme.

Hier in Südwesten Bulgariens – wie auch in Süditalien – kastrieren wir so viele Hunde und Katzen wie möglich. Hinter jeder Mauer und in jedem verlassenen Areal treffen wir auf Würfe kleiner Vierbeiner. Manchmal sind es auch die Dorfbewohner selber, die uns rufen und um Hilfe bitten. Sie möchten, dass wir die Strassentiere in ihrem Dorf oder auch ihre eigenen Tiere kastrieren. Bisher waren Kastrationen verpönt – ein unglaublicher Fortschritt in den Köpfen der Menschen, der mit Ihrer Hilfe erreicht wird!
Auch in Poggiardo in Süditalien gehen unsere Kastrationsaktionen weiter. So haben wir vor einigen Wochen in unserem Tierschutzzentrum erneut rund 100 Tiere kastriert und planen bereits die nächste Aktion. Immer mehr Leute aus der nahen und weiteren Umgebung lassen ihre Hunde bei uns kastrieren und chippen. Schulklassen besuchen unser Zentrum und die Kinder lernen, dass Tiere seelenvolle Wesen sind, denen Respekt und Zuneigung gebührt. All das kann dank Ihnen verwirklicht werden.

Lesen Sie auf beiliegendem Flyer wie es Itchi, Scarface, Tudor, Katharina und den vielen anderen Vierbeinern geht, um die sich sonst niemand kümmern würde – von ganzem Herzen: Danke!

Zurück