Grosses Kastrationsprojekt in Volvi

Das erste Kastrationsprojekt in diesem Jahr ist eine 17-tägige Aktion in der nordgriechischen Region Volvi. Insgesamt ist es schon die dritte Intervention in diesem Bezirk und die bisherigen Erfolge der Tierärzte im Einsatz in der vorliegenden Streunerproblematik lassen die Gemeinderegierung einen grossen Schritt weiter gehen: Sie wollen eine zweijährige Zusammenarbeit mit den Tierärzten eingehen und die daran geknüpften Bedingungen ihrerseits erfüllen!

Mit diesem Projektgebäude bietet uns die Gemeinde eine gute Infrastruktur, in der die Kastrationsaktion stattfinden kann. Aber niemand rechnet damit, dass die Temperaturen im Innern zu Beginn des Projekts denen eines Kühlschrankes gleichen.

Diese Bedingungen sind unangenehm für die Tierärzte, aber erst recht untauglich für narkotisierte Tiere, welche ihre Temperatur nicht regulieren können. Schnell werden zwei kleine Öfen eingerichtet und schaffen angenehmere Temperaturen.

Glücklicherweise dürfen die Tierärzte wie immer auf zahlreiche freiwillige Helfer der lokalen Tierschutzgruppen zählen, welche in kleinen Teams ausschwärmen, um die gemeldeten Streunertiere einzusammeln und direkt im Projekt zu helfen.

Für dieses Projekt stellt die Gemeinde Arbeiter zur Verfügung, welche nun im schonenden Fangen der Streuner angeleitet werden.

Die eingefangenen Hunde und Katzen werden inklusive ihrem Fundort laufend an Mitarbeiterin Zoi gemeldet, welche daraufhin den Tagesablauf plant. Unterstützt wird sie stets von ihrer kleinen Helferin Lily, dem Maskottchen der Tierärzte im Einsatz.

Man sieht es Lily heute nicht mehr an, aber auch sie ist eine ehemalige Streunerin!

Im Innern ist alles bereit für einen anstrengen Tag mit rund 25-30 Tieren, die nicht nur kastriert werden, sondern auch geimpft und allgemein tiermedizinisch versorgt. Tierarzt Konstantin bereitet die ersten Narkosen vor und prüft noch einmal das Material – es darf nichts fehlen, wenn die Tiere narkotisiert sind!

Einen speziellen Fokus legt dieses Projekt auch auf die Katzen, von denen es in der Umgebung zahlreiche Kolonien gibt. Ihr Gesundheitszustand ist unterschiedlich, wird sich aber nun sofort deutlich verbessern durch das gleichzeitig initiierte Impfprogramm und die Behandlungen gegen Parasiten und Würmer.

Die Katzenkörbe erreichen uns zahlreich…

Nach ihrer Kastration schlafen die wilden Katzen ihre Narkose auf dem warmen Tisch aus, wo sie von den Tierärzten gut beobachtet werden können. Sobald sie sich aber zu bewegen beginnen, müssen sie schnell wieder in die jeweiligen Körbe verpackt werden, damit sie sich nicht zu sehr aufregen.

Während Tierärztin Liliya eine Hündin kastriert, bereitet Tierarzt Konstantin schon die nächsten Narkosespritzen vor.

Mitarbeiter Sakis wird ihm dann helfen, die meist grossen und schweren Hunde auf den Operationstisch zu heben, sobald sie gut eingeschlafen sind.

Helfer finden einen Wurf von sieben Welpen und bringen sie samt Mutter ins Projekt, damit die Mutter kastriert werden kann.

Die Welpen sind soweit gesund, aber noch zu klein für die ersten Impfungen. Sie werden von Tierärztin Liliya untersucht und in der Folge auch entwurmt, damit sie sich besser entwickeln werden.

Ein Besuch in der Schule ist den Tierärzten im Einsatz sehr wichtig, um den Kindern den Umgang mit Tieren zu vermitteln. Sie sollen unter anderem lernen, dass Aussetzen falsch ist. Mitarbeiterin Dr. phil Zoi Kontou erarbeitet mit den Kindern die Bedürfnisse der Tiere und wie man respektvoll mit ihnen umgeht.

Auch der Bürgermeister kommt für einen Besuch in der Schule vorbei und spricht sehr engagiert über das grosse Ziel von 2750 Kastrationen von Streunern, welche die Gemeinde innert zwei Jahren zusammen mit den Tierärzten im Einsatz erreichen will.

Nach dieser langen Aktion ist das Team zwar müde, aber auch sehr zufrieden: In den insgesamt 17 Tagen konnten 275 Tiere nicht nur kastriert, sondern auch geimpft, entwurmt und medizinisch versorgt werden.

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