Gesetzesvollzug in Süditalien (Juni 2020)

Vier Schäferhunde in desolatem Zustand beschlagnahmt

Vor kurzem erhalten die Tierärzte im Einsatz den Anruf einer Frau aus einem Nachbardorf: Sie erzählt uns von vier Schäferhunden, die in ihrer Nähe leben und in einem miserablen Zustand seien. Nach kurzer Nachforschung ist klar: Die Hunde gehören einem Schäfer, der bereits für schlechte Tierhaltung bekannt ist.

Die Tierärzte im Einsatz setzen sich sofort mit der Polizei und dem örtlichen Gesundheitsamt in Verbindung. Gemeinsam fahren wir an den Ort des Geschehens und tatsächlich finden wir vier völlig verängstigte und komplett abgemagerte Hunde vor, die offensichtlich Hilfe brauchen. Glücklicherweise finden sie schnell Vertrauen zu uns, trotz der schlimmen Erfahrungen, die sie mit Menschen gemacht haben.

Mit Hilfe der Polizei werden die Hunde sofort beschlagnahmt und wir bringen sie erst einmal in unsere Auffangstation in Poggiardo. Alle vier sind massiv von Parasiten befallen, die bereits stark die Ohren angefressen haben. Ihre Köpfe sind von Narben übersät, zwei der Tiere leiden ausserdem an Leishmaniose. Sofort kümmern wir uns um die schlimmsten Verletzungen und behandeln die Hunde gegen Parasiten und andere Krankheiten.

Schon nach kurzer Zeit sind alle vier Schäferhunde viel gesünder und glücklicher. Sie stehen jetzt unter unserem Schutz und wir können täglich beobachten wie sie ihr neues Leben entdecken. Wir haben sie deshalb nach hinduistischen Göttern der Wiedergeburt benannt: Lakshmi, Rama, Samsara und Vishnu.

Gegen den quälerischen Hundehalter wird Anzeige erstattet.

Lakshmi Rama Samsara Vishnu
Lakshmi Rama Samsara Vishnu

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