Ein Besuch im Tal der Esel

Eingebettet in kleine Hügel, bietet das Tal der Esel ausserhalb des Dorfes Banichan unseren langohrigen Senioren ideale Weidemöglichkeiten. 

Gleich am Eingang befinden sich die grossen Gehege für die Hunde, für die wir auch hier Plätze anbieten müssen, damit sie genesen können. Auch retten wir die Hunde vor den Tötungsaktionen, wenn wir sie dort sicher unterbringen. 
Diese Hunde warten auf ein gutes Zuhause… 

Die Behandlungshalle liegt ebenfalls gleich am Eingang des Eseltals, wo der Transporter noch gut hinfahren kann, wenn ein neuer Esel ankommt. 

Die Behandlungshalle ist gleichzeitig eine mögliche Quarantäne-Station für kranke Esel und bietet den Tierärzten einen überdachten Raum, um Behandlungen durchführen. Das Foto zeigt eine Zahnbehandlung bei einem unserer Senioren, der aufgrund von Zahnspitzen nicht mehr richtig kauen konnte.

Jedem neu ankommenden Esel bietet das umzäunte Areal eine willkommene Gelegenheit, sich im Sandfeld zu wälzen. Für die Tierärzte, die ihn dort ein paar Stunden beobachten wollen, ist das ein gutes Zeichen, dass es dem Tier gut geht.

Mitten durch das Tal fliesst ein kleiner Bach, der aber nicht zu allen Jahreszeiten Wasser führt. Eine kleine Brücke erlaubt den Eseln den Übertritt auf die andere Seite des Tals, auf dem auch einige Bäume gepflanzt wurden.

In zwei kleinen geschützten Seitentälern gelegen, befinden sich die Ställe für unsere Eselsenioren. Nach einem Tag auf der Weide kehren sie abends dahin zurück, nicht ohne auf dem Weg noch das eine oder andere Büschel Gras zu fressen.

Jeder Stall hat grosszügige und helle Kompartimente, in denen die Esel genügend Platz haben, sich in der Gruppe frei zu bewegen.

Die Gebäude sind einfach und zweckmässig, aber es wurde auf viel Platz geachtet. Auf die lokale Weise gebaut, passen sich die beiden Gebäude sehr natürlich in die Umgebung ein. 

Falls ein Röntgenbild nötig ist für die Diagnosestellung, können die Tierärzte unter dem geräumigen Vordach gut arbeiten. Dank einer äusserst grosszügigen Spende verfügt das Eselteam üer ein mobiles Röntgengerät.

Früh am Morgen öffnen sich jeweils die Stalltüren und alle Esel machen sich nach einem Halt an der Tränke auf den Weg zur Weide. Esel, die einer speziellen Behandlung bedürfen, werden zuerst tiermedizinisch versorgt und folgen den anderen nach.

Während ihre Ställe noch gereinigt werden, haben die muntersten unter den Senioren schon die obersten Weidehügel erklommen. Sie fressen bevorzugt morgens und halten am Nachmittag lieber eine Siesta in den Sandfeldern.

Die weisen Tiere verfügen über eine innere Uhr – kurz vor 16 Uhr versammeln sie sich am Ausgang der Weide, um glücklich und ausgeglichen in ihre Ställe zurückzukehren.

Es ist fast ein monumentaler Anblick, wenn unsere langohrigen Freunde am späten Nachmittag heimkehren. 

Piter ist langsam erblindet, aber er kennt sein Terrain gut!  Nun trägt er eine Kopfmaske, damit er sich auf der buschigen Weide nicht die Augen verletzen kann. Er findet sich äusserst gut zurecht und lässt sich auf dem Heimweg durch seinen Freund leiten.

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