Covid-19: Schnelle Hilfe für Strassentiere in Süd- und Osteuropa

Das Wetter in Nordgriechenland ist fürchterlich, es regnet in Strömen bei nur 7 Grad. Doch das grosse Problem der Streunertiere ist nicht das Wetter, sondern der Hunger. 

Hunderte von ihnen, früher genährt von Abfällen oder Leuten in Restaurants und Geschäften, haben ihre Nahrungsquelle verloren. 

Nach ein paar Tagen sind manche Tiere schon vom akuten Hungertod bedroht. Und nicht nur das: Viele brauchen auch Medikamente, die ihnen bisher von unseren freiwilligen HelferInnen gebracht wurden. 

In ein paar Tagen haben die Tierärzte im Einsatz sich organisiert. 

Bereits mehr als zwei Dutzend Menschen sind gewonnen, die die Hunde und Katzen in ihrer unmittelbaren Nähe versorgen. Mit dem gehörigen Abstand liefern wir den Tierfreunden das notwenige Futter und die Medikamente.

In Süditalien sind nicht viele Hunde auf der Strasse. Sie sind ein guter Grund, die Wohnung zu verlassen und werden deshalb weniger ausgesetzt als sonst. Es sind eher die Katzen, die noch auf der Strasse sind. Doch die Versorgung der verschiedenen Katzenkolonien in Apulien ist bereits gut organisiert!

Viele Menschen wurden in den ersten Wochen der Epidemie entlassen – längst nicht alle haben in diesen Ländern ordentliche Arbeitsverträge, und wurden von einem Tag auf den anderen auf die Strasse gestellt. So gibt es immer mehr Tierbesitzer, die nicht mehr wissen, wie sie ihre Tiere ernähren sollen. Die Tierärzte haben deswegen mit den Behörden Kontakt aufgenommen, um auch hungernde Haustiere zu versorgen zu können. 

Zusammen mit befreundeten Tierschützern haben wir einen Brief an den griechischen Premierminister geschrieben, die Versorgung der Strassentiere ebenfalls in die Gründe aufzunehmen, die zum Ausgehen berechtigen. So können wir auch die Tiere ernähren, die abseits oder am Rande der Dörfer leben. Ausserdem haben wir Fütterungsautomaten bestellt – wir hoffen, dass diese bald geliefert werden!

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