Aktiver Tierschutz durch Aufklärung

Private Tierhalter – Mehr Bewusstsein über die Verantwortung

Vielen privaten Tierhaltern mangelt es an Wissen über das Thema Kastration, sie können es sich nicht leisten oder es fehlt ihnen das Bewusstsein über das Schicksal ihrer ausgesetzten Würfe. Die Tierärzte im Einsatz  klären sie auf über die Möglichkeiten, aber auch über ihre Pflichten. Den meisten Besitzern ist nicht bewusst, dass ihr Tier einen Microchip tragen muss und sie als Besitzer die Verantwortung tragen, für ihr Tier und auch für seinen allfälligen Nachwuchs.

Kinder – Die zukünftigen Entscheider der Gesellschaft

Kinder und junge Menschen sind noch sehr empfänglich für die Entwicklung von Respekt und den Tierschutz. 

Die Tierärzte im Einsatz machen Schulbesuche in Kindergärten und Grundschulen, um den Kindern spielerisch zu erklären, welche Bedürfnisse die verschiedenen Tiere haben. Sie erarbeiten gemeinsam, die Körpersprache der verschiedenen Tiere zu verstehen und ihnen entsprechend zu begegnen. Und dann geht es um die Kernfrage: Wie kommt es zu so vielen armen Strassentieren und was müsste sich ändern, damit es nicht so ist?

Das Ziel ist nicht nur die Vermittlung von Wissen über Tiere, sondern auch, die Einwirkungen und Folgen des Menschen zu thematisieren. Tiere sind keine Geschenke und auch kein Spielzeug, man muss sie gut behandeln und darf sie nicht einfach aussetzen. Die Kinder lernen, dass man als Besitzer die Verantwortung trägt für sein Haustier. So werden Empathie und Tierschutz schon früh in den jungen Menschen verankert, damit sie in der Zukunft bessere Entscheidungen treffen als ihre Eltern heute. Im besten Fall tragen die Kinder ihr Wissen nach Hause und bewirken auch dort ein Umdenken.

Behörden – Kastrationen sind die einzige humane Lösung

Der Inhalt unserer jeweiligen Präsentation vor den Behörden ist schnell zusammengefasst und beweisbar: Sämtliche Arten der Tötung, die in den letzten 20 Jahren zur Reduktion der Streuner angewendet wurden, waren wirkungslos. Nach spätestens 1-2 Jahren war die vorherige Dichte an Tieren durch den geborenen Nachwuchs wieder erreicht und der grausame Kreis begann von vorne. Diese Tatsache ist den Gemeinden mittlerweile bewusst geworden.

Die Tierärzte im Einsatz setzen genau dort an und stellen die Alternative vor: Nicht nur WHO-Studien belegen, dass Kastrationsaktionen die einzig sinnvolle und humane Lösung sind, sondern wir können mittlerweile ausgezeichnete eigene Resultate vorlegen. Das durch Tierärzte im Einsatz  entwickelte 2-Jahres-Programm sieht rund 2100 durch die Stiftung durchgeführte Kastrationen vor, verlangt aber auch etliche Massnahmen von der Gemeinde. 

Bulgarische Bauern – Aufklärung über Haltung und Fütterung ihrer Arbeitsesel

In Bulgarien hat die schlechte Haltung der Arbeitsesel leider eine genauso lange Tradition wie ihr Vorkommen. Als Einzeltiere fristen sie meist ein trauriges Dasein in einem Hinterhof oder dunklen Verschlag, wenn sie nicht gerade schwerste Arbeit verrichten müssen. Gefüttert werden die Steppentiere viel zu energiereich mit allem, was gerade erübrigt werden kann und das führt zu unnötigen und schmerzhaften Erkrankungen.

Das Betreuungsprogramm der Tierärzte im Einsatz hilft also den Eseln nicht nur durch die Behandlungen, sondern auch durch die Aufklärung der Bauern über Haltung und Fütterung.

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